Die Kirschplantagen

NIELSTRUPMARK

Unsere ältesten Bäume und auch die Plantage, die den besten Wein liefert. Nielstrupmark ist unsere zweitgrößte Plantage, die im Jahr 1993 mit der Stevnsbær-Kirschsorte Birgitte bepflanzt wurde. Hier gibt es viel Licht, Luft und vor allem Wind und dadurch etwas trockenere Bedingungen in der Plantage, zum Wohle der Gesundheit der Bäume. Die Weine von hier sind  im Kontext der konzentrierten Art der Stevnsbær-Kirschen relativ leicht und elegant. Nach dem ersten Produktionsjahr hat sich gezeigt, dass diese Plantage den feinsten und komplexesten Wein mit einer fast himbeerartigen Finesse liefert.

In den besten Jahren haben wir daher eine Single-Field-Version von hier abgefüllt. Aber in jedem Jahr bildet Nielstrupmark das Rückgrat unserer Weinproduktion.

Nielstrupmark: 13,4 ha Bepflanzt 1993. Wein seit 2006. 100 % Birgitte (Stevns-Kirsche)

 

SKELSTRUPMARK

Unsere größte Plantage und die erste, die wir speziell für die Weinproduktion angelegt haben. Während die alten Kirschplantagen darauf ausgelegt waren, so viel Ertrag wie möglich zu liefern (really recommendable by looking at what is told about Nielstrupmark?), haben wir bei Skælstrupmark Ideen und Methoden von den besten Weingebieten angewandt. Zum einen beträgt der Reihenabstand in Skelstrupmark 6 m, also mehr als in unseren alten Plantagen. Damit erhalten die Bäume mehr Licht und Luft, was ihre Wachstumsbedingungen auf natürliche Weise verbessert. Zum anderen haben wir eine spezielle Egge gebaut, um das Wildkraut mechanisch zu kontrollieren.
Unsere Bemühungen zielen auf eine Verbesserung der Anbaumethoden, um die Qualität und damit die Naturnähe der Weinerzeugung zu optimieren. Damit befinden wir uns auf einer Linie mit den engagierten Weinerzeugern dieser Welt und teilen mit ihnen die gleichen Visionen.

All dies bedeutet deutlich mehr Arbeit auf der Plantage ‒ und weniger Ertrag. Aber wir sind sicher, dass sich das in der Qualität niederschlägt. Die kommenden Jahren werden es zeigen.

Skelstrupmark: 17,3 ha. Bepflanzt 2009. Wein seit 2013. 63 % Vicky, 37 % Birgitte (beide Stevnsbær-Kirschen) und 1 % Ungarische Traubige.

 

JØRGENSMARK

Jørgensmark grenzt an Skelstrupmark an und hat dieselbe Geschichte. Auch hier beträgt der Reihenabstand 6 m und das Unkraut wird mechanisch bekämpft. Alles, um eine optimale Qualität zu erhalten, auch wenn das deutlich geringere Erträge und mehr Arbeit bedeutet. Jørgensmark ist jedoch mit sehr unterschiedlichen Kirschsorten bepflanzt. Die Hälfte der Fläche ist mit Birgitte bepflanzt, der Rest mit den Versuchssorten Kelleris, Ungarische Traubige, Favorit und Løvskal.

Jørgensmark: 4,9 ha. Bepflanzt 2010. Wein seit 2014. 53 % Birgitte (Stevns-Kirsch), 16 % Kelleris, 16 % Ungarische Traubige, 12 % Favorit und 3 % Løvskal.

 

JOHANNESMARK

Johannesmark ist eine kleine Plantage in nördlicher Lage mit der Stevnsbær-Kirsche Birgitte auf nur 2,7 ha. Sie liegt in der Nähe des Dorfes Købelev, 4 km nordöstlich des Gutes Frederiksdal. Klimatisch bedeutet es, dass es ein wenig mehr Niederschlag und etwas weniger Sonne als auf den anderen Plantagen gibt, die näher am Gut liegen.
Die Kirschbäume wurden bereits 2005 gepflanzt, aber erst 2014 erhielten wir hier die nötigen Stevnsbær-Kirschen, um Wein herstellen zu können. Daher ist die Erfahrungsgrundlage noch dürftig, aber die ersten Tests zeigen, dass hier ein robusterer Wein mit weicher Fruchtigkeit heranreift.

Johannesmark: 2,7 ha. Bepflanzt 2005. Wein seit 2013. 100 % Birgitte (Stevnsbær-Kirsche)

 

SKRÆDDERBANKEN

Skrædderbanken ist eine kleine Anhöhe in südlicher Lage, einige hundert Meter vom Meer des Langelandsbelts entfernt. Der Boden hier ist leichter und sandiger als die anderen Böden auf Frederiksdal. Skrædderbanken ist unsere Kirschbaum-Bibliothek und biodynamische Versuchsfläche. Die Fläche ist mit allen auf Frederiksdal vorhandenen Sorten und einer größeren Anzahl Bäume der Sorte Løvskal bepflanzt. Hinzu kommen in Dänemark und dem übrigen Skandinavien gesammelte alte Kirschsorten, ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Agrarmuseum Gammel Estrup Landbrugsmuseum und der Genbank Pometum an der Universität Kopenhagen. Der Reihenabstand beträgt hier 8 m. Das bietet viel Licht und Luft und reduziert das Risiko von Krankheit, aber es bedeutet auch, dass die Bäume keinen Windschutz haben und daher extrem langsam wachsen. Um die biologische Vielfalt zu erhöhen, haben wir hier auch Feigen und Aprikosen gepflanzt.

Es wird angenommen, dass hier früher der Schneider des Gutes lebte. Auf jeden Fall gibt es hier jede Menge wilde Blumen, Stachelbeeren, Kirschen, Äpfel und Brombeeren in einem kleinen Wald oben auf der Anhöhe. Wenn die Geschichte stimmt, sind das wohl die Reste des alten Gartens des Schneiders.

Skrædderbanken: 2 ha. Bepflanzt seit 2009.